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Mineralogische Neufunde (2016)
aus der Tauernregion

 

 

22. Sonderschau über mineralogische Neufunde  aus der Tauernregion im Felberturm-Museum

 Steinsucher aus dem Pinzgau und Pongau stellen auch heuer wieder sehenswerte mineralogische Neufunde aus.  Für Mineralienliebhaber aus nah und fern lohnt sich daher auch  heuer wieder eiesuch im Heimatmuseum Mittersill
Aus dieser Sonderschau sticht heuer ein ganz besonderes historisches Fundstück hervor. Ausgestellt ist nämlich auch das im Olperergebiet in Tirol gefundene weltweit einzige Bergkristallbeil, welches bisher erst in wenigen Ausstellungen zu sehen war. Sein Alter wird auf 7 Tausend Jahre geschätzt. Archäologen schwärmen von diesem einmaligen Fund.
Darüber hinaus ist diese Ausstellung über vorjährige Neufunde aus der Tauernregion heuer besonders geprägt von zwei außergewöhnlichen Bergkristallfunden aus dem Rauriser Tal und dem vorderen Habachtal. Besonders faszinierend wirken auf die Kristallliebhaber die sehr langen und äußerst schlank ausgebildeten Bergkristalle aus der Rauris.
Unter den zahlreichen Exponaten sind aber noch viele weitere sehr schöne und interessante Schaustücke zu sehen. So etwa:

*      Eine Smaragdstufe aus dem Habachtal

*      Ein hochglänzender grüner Sphenkristalle aus dem Hollersbachtal

*      Ein faustgroßer orangefarbener Scheelitkristall aus der Rauris

*      Ein sehr großer Bergkristall aus dem Krimmler Achental

*      Ganz besonders schöne Epidot- und Byssolithstufen von der Kappenwand

*      Zauberhafte Kleinstufen aus Bergkristal, Stilbit-Garben und Heulandit, Hollersbachtal

*      Große Gipsstufen mit schneeweißen Gipskristallen aus Golling und einiges mehr …

Wer also in den Sommermonaten in der Nationalparkregion Hohe Tauern seinen Urlaub verbringt oder über Kitzbühel und die Felbertauern-Straße nach Süden fährt, sollte es  nicht verabsäumen, auch heuer wieder in Mittersill ein paar Mußestunden einzulegen und ins Felberturm-Museum zu schauen. Aber auch die heimische Bevölkerung ist herzlich eingeladen, unser Heimatmuseum zu besuchen. 

 Mit freundlichen Grüßen Sepp Papp

 

 

 
     

Historisches Bergkristallbeil aus dem Riepenkar

Die Traunsteiner Brüder Helmut und Herbert Schader haben im Jahr 2006 im Olperergebiet nach Steinen gesucht und im Riepenkar, auf etwa 2700 m Seehöhe, ein Bruchstück von einem Bergkristall entdeckt. Weil sie keine Kristalle gefunden hatten, nahmen sie die „Scherbe“ mit. Herbert Schader schenkte sie daheim seiner Tochter.
Im folgenden Jahr erfuhren die Brüder, dass im Mineralienmagazin „Lapis“ von einem prähistorischen Fund im Riepenkar berichtet wurde. Auch hörten sie in der Folge einen Vortrag von Walter Ungerank, einem Mineralienfachmann aus dem Zillertal. Er referierte über steinzeitlich bearbeitete Bergkristalle. Da erinnerten sich die beiden Brüder an das von ihnen gefundene kristalline Bruchstück aus dem Riepenkar. Sie erbaten es von der Tochter, der sie es geschenkt hatten, wieder zurück und zeigten es kompetenten Fachleuten.
Die Überraschung war groß:
Wie mir Helmut Schader sagte, wurde das Fundstück an der Universität Innsbruck untersucht und im Buch „Grubenhunt und Knappenross“, herausgegeben vom Verein Bergbau- und Hüttenmuseum Brixlegg, auch erstmalig beschrieben. An dem Bergkristallfragment wurden  steinzeitliche Bearbeitungsspuren festgestellt. Sein Alter wird auf  7000 Jahre geschätzt und es ist dieses weltweit einmalige  Fundstück somit als steinzeitliches Bergkristallbeil anzusprechen.
Zwischenzeitlich wurde diese Rarität schon in einigen Ausstellungen gezeigt. Der österreichische Staat stellte in einem Schreiben klar, dass es sich bei diesem Artefakt um österreichisches Kulturgut handelt und es daher nicht in ein anderes Land ausgeführt werden darf. Geplant ist, dass diese historische Kostbarkeit zukünftig auf Dauer in einem Zillertaler Museum ausgestellt  wird.

 Sepp Papp

 
  Fotoausstellung
"Wildnis Hochgebirge"

von Ferdinand Rieder
 

 

 
 

Fotoausstellung „Wildnis Hochgebirge“

Der Fotograf:

Ferdinand Rieder, gebürtiger Hollersbacher,  zeichnete und malte schon in seiner Kindheit gerne. Mit dem Eintritt in den Nationalpark Hohe Tauern im Jahre 1985 verlagerte er den Schwerpunkt auf die Fotografie. Als Bergführer der ersten Stunde war er oft mit Gästen in den Bergen unterwegs und entdeckte dabei so manches Motiv für seine Fotoarbeiten. An Wochenenden kehrte er zu diesen Stellen zurück und fing die Motive mit der Kamera ein.

Um die eindrucksvolle, vielseitige und wilde Hochgebirgsnatur  des Nationalparks zu veranschaulichen, genügte es ihm nicht, schnell einige Fotos zu knipsen. Für gute Aufnahmen  war für ihn die sorgfältige Vorbereitung unerlässlich. Dazu gehörte die Suche nach dem passenden Standort, frühes  Aufstehen,  das richtige Licht und oft auch das Warten auf den idealen Zeitpunkt. Gerade im Hochgebirge können dabei Kälte, Regen und Wind teils sehr unangenehm für den Fotografen werden.

Dem Naturfotografen ist es mit den hier ausgestellten Bildern  gelungen, sowohl die sanften und vertrauten als auch die abweisenden und wilden Seiten der Hohen Tauern abzulichten. Faszinierende Lichtstimmungen und ungewöhnliche Perspektiven ermöglichen es so, das Hochgebirge mit anderen Augen zu sehen.

Die mit einer Nikon D800 Kamera aufgenommenen Bilder sind seit 2010 entstanden.

Ferdinand Rieder trat mit Jahresende 2016 als Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung  und profunden Kenner des Nationalparks in den Ruhestand. Seinem Hobby, dem Bergsteigen und Fotografieren, wird er weiterhin nachgehen.

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Nationalpark Hohe Tauern.

Walter Reifmüller

Museumsleiter